ABGESPIELT - letzte Vorstellung war 1. März 2026

Premiere
09. November 2025

Dauer
120 Minuten + 20 Min. Pause

Altersempfehlung
ab 12 Jahren

Witzige, geistreiche und immer wieder auch abgründige Konversationskomöde.

Georg Kreisler-Musical: "Heute Abend: Lola Blau" mit Live-Musik im Atelier Unterkirchen!

 

In der Figur der Lola Blau vereint Georg Kreisler auf virtuose Art und Weise nahezu alle Facetten eines jüdischen Künstlerlebens zur Zeit der Verfolgung und Vertreibung in Nazi-Deutschland, die Kreisler bei seiner Flucht 1938 selbst erleben musste. Dabei gelingen ihm nicht nur ein gutes Dutzend brillanter Chansons, sondern ebenso eine Geschichte von unwiderstehlicher Sogwirkung: Zwischen virtuoser Komödie und auswegloser Tragödie schlägt Kreisler mit Sprachwitz und Melancholie den Bogen von Kunst, Liebe und den Zumutungen des Showbusiness bis zum bitteren Scheitern einer eigentlich gänzlich unpolitischen Person in düsteren Zeiten. Und scheinbar nebenbei weisen seine zündenden Pointen und klugen Einsichten weit über das reine Zeitgeschehen und die bloße Handlung hinaus, so dass Georg Kreislers One-Woman-Show bis heute nichts an Aktualität verloren hat: intelligent, böse und immer noch und immer wieder sehr berührend.
Wir schreiben das Jahr 1938, die Zeit des Anschlusses Österreichs an Nazi-Deutschland. „Heute Abend: Lola Blau“ erzählt die Geschichte einer jüdischen Schauspielerin, die voller Vorfreude ihrem ersten Theaterengagement in Linz entgegensieht. Doch der Einmarsch Hitlers zwingt sie, in die Schweiz zu fliehen, wo sie sich zunächst als Sängerin in Cabarets durchschlägt, bevor sie von der schweizerischen Fremdenpolizei zur unerwünschten Person erklärt wird. Zum Glück gelingt es ihr, binnen kürzester Zeit eine Einreisegenehmigung in die USA zu erhalten. Dort wird sie zum gefeierten, aber auch zusehends vereinsamenden Star. Ihr ständiger Begleiter ist ihr geliebter Leo Glücksmann - wenn auch nur in Gedanken, denn in den Wirren des Krieges verlieren sich die beiden ein ums andere Mal aus den Augen. Nach Ende des Krieges kehrt Lola Blau in das Land zurück, das einst ihre Heimat war, und muss feststellen, dass das Leben dort von einem toleranten Miteinander weiter entfernt ist als je zuvor ... Die Inszenierung von TiC-Geschäftsführer Ralf Budde wird vom musikalischen Leiter Stefan Hüfner einstudiert und live am Klavier begleitet.

Das schreibt die Presse zu "Heute Abend: Lola Blau"

Mit „Heute Abend: Lola Blau“ setzt das Wuppertaler Tic-Theater ein Kreisler-Stück auf den Spielplan

Westdeutsche Zeitung

Eigentlich will sie nur singen und tanzen und das Publikum begeistern. Doch dann marschiert Adolf Hitler in Österreich ein – und das Scheitern einer sonst gänzlich unpolitischen Person nimmt seinen Lauf. Selbst dann, wenn das Leben weit weg vom Nationalsozialismus stattfindet. Nach „Frankenstein junior“ und „Saturday Night Fever“ präsentiert das Tic-Theater in Cronenberg am Samstag seine dritte Musical-Premiere in diesem Jahr. Doch „Heute Abend: Lola Blau“ des Chansonniers und Satirikers Georg Kreisler geht andere Wege, die nicht nur auf energiegeladene Weise unterhalten, sondern manche Tendenzen in der Gesellschaft klarstellen wollen. Wahrheiten über eine Künstlerin, deren Seele zerrieben wird So konzentriert sich das Stück auf eine Schauspielerin und einen Pianisten und erzählt die Geschichte einer jüdischen Schauspielerin, die voller Vorfreude ihrem ersten Theaterengagement in Linz entgegensieht. Der Einmarsch Hitlers zwingt sie, in die Schweiz zu fliehen, wo sie sich zunächst als Sängerin in Cabarets durchschlägt, bevor sie von der schweizerischen Fremdenpolizei zur unerwünschten Person erklärt wird.

Das sind Leute wie wir; dieses Thema mitsamt seiner Tücken: Es betrifft uns alle!

Cronenberger Woche

(…) „In der neuen TiC-Komödie „Extrawurst“ bringt die geplante Anschaffung eines neuen Grills einen Tennisclub in gehörige Turbulenzen. „Grill-Wart“ Matthias (Sebastian Freund) schlägt per Powerpoint-Präsentation zur Auswahl auf - köstlich schon hier die Parodie auf Vereins - oder vielleicht besser: Schlaumeierei. Sehr ernsthafte Diagramme führen der staunenden Versammlung epochale Aspekte wie den „Wurstausstoß“ vor Augen. (Die „Grafiken“ hat Hannah Dickel knochentrocken-komisch gestaltet!) (...) Dann der folgenschwere Einwand von Clubmitglied Melanie (Christine De Bruyckere-Monti): „Ich finde, für Erol sollte es einen eigenen Grill geben.“ Und damit haben sie den „Salat“ - der übrigens unangerührt auf dem Büffet wartet, so oft auch Vereinschefin Ursula (Monika Owart) es vergeblich zu eröffnen sucht. (...) Extremist ist niemand auf der Bühne, alle sind gesprächsbereit – ganz „Mensch der Moderne“. Und über die witzigen Wortgefechte hinweg scheinen ungeahnte Ähnlichkeiten auf: Wenn Erol sich „Schweinedampf“ für sein Grillgut verbittet, wird klar: Wer nicht gläubig ist, für den klingen derlei Essensregeln ähnlich starr wie Matthias‘ „Wurstausstoß“ - im Grunde bürokratisch… (...) Dass Regisseur Martin Petschan sie zum Start zunächst im Publikum platziert, bietet nicht nur die nette Irritation, ob denn die „Plaudertaschen“ vorne wohl zum Stück gehöre… Es unterstützt auch die Identifikation, die sich im Stück bestätigt: Das sind Leute wie wir; dieses Thema mitsamt seiner Tücken: Es betrifft uns alle! (...) „Extrawurst“ unterhält wunderbar und leistet zugleich zu gewissen Debatten ganz unverkrampft einen Beitrag. Wie eine gute Wurst vom Rost: Mehrfach gedreht und gewendet, knackig auf den Punkt…!