Premiere
18. September 2026

Dauer
110 Minuten + 20 Min. Pause

Altersempfehlung
ab 12 Jahren

Sprache
deutsch

Der bekannte Thriller von Alfred Hitchcock als Kriminalkomödie in der berühmten Bühnenfassung von Patrick Barlow

 

Inszenierung - Martin Petchan
Bühne - Stefan Böhmer, Frank Fischer
Kostüme - Maya Fichtel

Regieassistenz 
- Sophie-Catherine Hülper

Besetzung - Sebastian Freund, Nina Jestel, Christina De Bruyckere-Monti, Beril Erogullari, Dennis Gottschalk

 

DIE 39 STUFEN: Rasanter Krimi, jede Menge Komik und großes Abenteuer 

„Dieses zweifach mit dem Tony Award und dem Drama Desk Award ausgezeichnete Stück ist ein wahres Vergnügen: vollgepackt mit pausenlosem Gelächter, übermächtigen Schurken,  Handschellen, Mafiamethoden – und natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Ein kleines Ensemble schlüpft in unzählige Rollen und nimmt das Publikum mit auf eine abenteuerliche Reise. Zu Unrecht des Mordes verdächtigt, muss Richard Hannay von London in die schottischen Highlands fliehen, um den Spionagering der „39 Stufen“ aufzudecken, damit die Welt zu retten und zugleich seine Unschuld zu beweisen.
Die temporeiche und zugleich humorvolle Bühnenadaption des bekannten Alfred Hitchcock-Films "Die 39 Stufen" verbindet Spannung, Witz und beeindruckende Kreativität: Mit viel Einfallsreichtum entstehen zahlreiche Schauplätze und Figuren – oft durch rasante Rollenwechsel und überraschende, wirkungsvolle Effekte. Das Ergebnis ist ein unterhaltsamer Mix aus Krimi, Parodie und Abenteuer, der das Publikum gleichermaßen fesselt und zum Lachen bringt.

Das schreibt die Presse zu "Die 39 Stufen"

Grandiose Leistung!

Regisseur Martin Petschan übernimmt für die temporeiche Premiere im Wuppertaler TiC-Theater die Verantwortung  – und er kann sie lächelnd tragen, denn es ist ihm mit einem außerordentlich spielfreudigen, pointensicheren Ensemble gelungen, das personalintensive Stück mit nur fünf Schauspielern (und einer Puppe) unfallfrei und turbulent über die zwei Stunden reine Spielzeit zu bringen.

Auf der sparsam aber wirkungsvoll ausgestatteten multifunktionalen Bühne, mal Mord-Tatort, mal Zugabteil, mal Bauernstube oder Schlafzimmer, von Stefan Böhmer und Frank Fischer – die zahlreichen Umbauten leisten die Darsteller ganz nebenbei – entwickelte sich der Spionagethriller dank der kaum zählbaren höchst skurrilen witzigen Ideen Martin Petschans und dem Tempo der Akteure zu einer spritzigen Komödie mit Gags am laufenden Band und der gelungenen Slapstick-Komik bekannter Stummfilm-Elemente. Maya Fichtels einfallsreiche Wendekostüme und blitzschnelle Kostüm- und Rollenwechsel auf offener Bühne tragen ihren Teil zum exorbitanten Gelingen bei. „Person“ Nr. 6, ist in der Darstellung durch eine Handpuppe ein hinreißender Geniestreich. Es gibt lebende Telefone, denkende Hände, senkrechte Betten, rollende Züge, rasant fahrende Automobile und vieles andere mehr. Nicht zu vergessen das wieder aufbewahrenswerte Programmheft von Hans-Willi Lukas. Dass ich in dieser Theaterkritik keine Darsteller-Namen nenne, ist dem Umstand zuzuschreiben, dass wir in dieser Inszenierung des TiC-Theaters ein Ensemble sehen, das auf Augenhöhe eine grandiose gemeinsame Leistung zeigt. Chapeau! (Musenblätter)

 

Herrliche Krimi-Parodie im TiC-Theater!

Eine waschechte Parodie geht diesmal über die Bühne in der Borner Straße. So schon in der Eingangsszene mit Sebastian Freund als Hannay, dessen Präsenz das Publikum schön durch die ganze turbulente Handlung tragen wird. Bei seiner Vorrede 'ploppen' plötzlich Klappen mit hilfreichen Requisiten aus der Wand: Alles eben nur Theater - und gerade deshalb so gut. Bei Regisseur Martin Petschan und dem mal wieder überzeugenden TiC-Ensemble ist das Ergebnis ein großes Vergnügen! (Cronenberger Woche)

Die 39 Stufen begeistern im TiC-Theater

Eine Steilvorlage für Martin Petschan, der nach Zeitsatire („Extrawurst“) und Klassiker („Der eingebildete Kranke“) nun eine Kriminalkomödie in Cronenberg inszeniert. Rasant pendelt Petschans Bühnenversion zwischen minutiös durchchoreografierten Szenen und improvisierten Kabinettstückchen, fünf Darstellerinnen und Darsteller danken es ihm mit unbändiger Spielfreude. Während Sebastian Freund den Helden wider Willen gibt, verkörpert das Ensemble mehr als 15 verschiedene Rollen. Überzeugend entfaltet Darsteller Freund seinen Charakter. Facettenreich zeigt sich auch Freunds Gegenspielerin Nina Jestel. In der Rolle der mysteriösen Annabella reißt sie ihn unsanft aus dem bürgerlichen Alltag. Als Pamela bietet sie ihm scharfzüngig Paroli und überredet den Ich-Süchtigen, nicht bloß an sein eigenes Wohl zu denken.

Die Inszenierung steht und fällt freilich mit dem Dreigestirn der Verwandlungskünstler, die mal auf der Bühne, mal im Hintergrund agieren. Mit jedem Rollenwechsel wechselt Christina De Bruyckere-Monti subtil Stimmfarbe und Dialekt. Zusammen mit Beril Erogullari bildet sie ein starkes Puppenspielerteam. So ausdrucksvolle Puppenmimik gibt es sonst wohl nur in der „Muppet Show“ zu sehen. Neben vielfältigen Rollen übernimmt Erogullari auch den Part der Geräuschimitatorin, die Großstadttreiben wie Naturszenerie pointiert zum Klingen bringt. Der Dritte im Bunde ist Dennis Gottschalk, der in irrwitzigem Tempo zwischen zwei Rollen hin und her springt. Den spielerischen Charakter des Ganzen unterstreichen Stefan Böhmer und Frank Fischer durch bewegliche Bühnenelemente, aus denen sich Wohnungen genauso Zugabteile wie Autos bauen lassen. Mitten auf die Bühne stellt Kostümbildnerin Maya Fichtel eine Garderobe mit Outfits à la 1930er, an der sich das Ensemble bedienen kann.

Bei der ausverkauften Premiere konnte das Publikum dem Charme der Genreparodie nicht widerstehen. „Es ist zu schön“, kommentierte eine Zuschauerin. „Noch einmal!“, hieß es nach gut zwei Stunden. Gelächter und Applaus wollten schier kein Ende nehmen. (Westdeutsche Zeitung)