Premiere
24. April 2026

Dauer
120 Minuten + 20 Min. Pause

Altersempfehlung
ab 12 Jahren

Rasante und witzige Bühnenadaption von "Stolz & Vorurteil", ganz anders und doch so nah am Original...

 

 

Inszenierung - Ralf Budde
Musikalische Leitung - Stefan Hüfner
Bühne - Stefan Böhmer, Frank Fischer
Kostüme - Noëlle-Magali Wörheide
Maske - Michaela Döpper

Regieassistenz 
- Alexander Lurtz, Dennis Gottschalk

Besetzung - Kim Brinkhoff, Anna Färber, Tanisha Meis, Aurélie Wolf, Anja Bielefeld, Kerstin Trant, Franziska Erbe, Nelly Haller, Lara Erlach, Leonie Hackländer

STOLZ & VORURTEIL (*oder so): Jane Austens  Klassiker neu erzählt -  und zwar von den Dienstmädchen - frech und mit Popmusik

Im Mittelpunkt steht die Familie Bennet mit ihren fünf Töchtern. Die Mutter verfolgt ein klares Ziel: sie möchte möglichst schnell geeignete Ehemänner für ihre Töchter finden. Denn im England des frühen 19. Jahrhunderts entscheidet eine gelungenen Heirat nicht nur über das gesellschaftliche Ansehen, sondern oft auch über die wirtschaftliche Zukunft einer Familie. Als der wohlhabende und charmante Charles Bingley in die Nachbarschaft zieht, scheint das Glück zum Greifen nah. Doch wie so oft im Leben wird alles komplizierter als gedacht. Und dann treffen schließlich noch Tochter Elizabeth und Mr. Darcy aufeinander. Zwischen Missverständnissen, Vorurteilen, verletztem Stolz und gesellschaftlichen Erwartungen entspinnt sich ein Schlagabtausch aus Wortwitz und unerwarteten Wendungen. Die große Frage bleibt: Können Stolz und Vorurteil überwunden werden – oder stehen sie dem Glück für immer im Weg?
In Isobels McArthurs Fassung stehen neben den bekannten Figuren aus Jane Austens Roman auch diejenigen im Mittelpunkt, die sonst kaum gesehen werden: die Dienstmädchen.

Mit Energie und Spielfreude schlüpfen sie in sämtliche Rollen und erzählen auf ihre Weise die Komödie über Liebe, gesellschaftliche Abhängigkeiten und Emanzipation. In irrwitzigen Rollenwechseln entsteht ein ebenso turbulenter wie humorvoller Theaterabend, bei dem fünf Schauspielerinnen spielend und singend eine ganze Romanwelt – überraschend werktreu – auf die Bühne bringen. Die Autorin Isobel McArthur wurde befragt, worin sie die Besonderheit ihrer Austen-Adaption inklusive Klassenkampf und Popsongs sehe. McArthur: „Ich glaube, was mir beim Anschauen vieler Verfilmungen dieses Romans aufgefallen ist, war eine gewisse Ernsthaftigkeit, die sich in den letzten zweihundert Jahren durchgesetzt hat. Aus welchem Grund auch immer wurde der Humor in Austens Roman immer wieder zugunsten von etwas so Ehrfürchtigem beiseitegeschoben, dass er geradezu feierlich geworden ist. Das Originalbuch ist zum Totlachen. Diese Adaption – erzählt von den Bediensteten – steht also ganz im Geiste von Austen selbst und ihrer Schreibweise. Sie ist witzig, feministisch und frech.

Das schreibt die Presse zu "Stolz & Vorurteil (*oder so)

Klassiker wunderbar witzig inszeniert

Mit „Stolz und Vorurteil (*oder so)“ liefert das Theater in Cronenberg ein wunderbar witziges Stück ab. Herzhaft lachten die Premierenbesucher über fünf Darstellerinnen, die in Bestform spielten, wie eine Girl Group sangen und wie wild gewordene Cheerleader tanzten. Im ausverkauften Atelier Unterkirchen brandete immer wieder Szenenapplaus auf. Im Hintergrund zieht das bewährte Team Budde und Hüfner die Fäden.

(...) Während die Bühnenbildner Stefan Böhmer und Frank Fischer Landhäuser und Adelssitze auf einen großen Paravent zaubern, kleidet Kostümbildnerin Noëlle-Magali Wörheide die Damen und Herren der feinen Gesellschaft in leuchtend bunte Stoffe. Leonie Hackländer als Elizabeth Bennett spielt den zwiespältigen Charakter äußerst überzeugend. (...) Der Song ihrer Wahl ist „You’re so Vain“, Carly Simons sarkastische Abrechnung mit eitlen Männern. Es ist eine schöne Ironie, dass Mrs. Bennett und Mister Darcy von ein und derselben Darstellerin verkörpert werden. Nelly Haller gibt die Mutter, die ihre finanziellen Interessen hinter theatralischen Gefühlsaufwallungen zu verbergen sucht. Sie ist aber auch der Junggeselle, der sich steif wie ein Zinnsoldat über die Bühne bewegt – und im nächsten Moment zu den Klängen von „I Was Made For Loving You“ die Luftgitarre schwingt. Was ein Mann nicht alles tut, um die Angebetete rumzukriegen. Mit rasantem Rollenwechsel glänzt auch Anja Bielefeld. Anrührend singt sie als Elizabeths Lieblingsschwester Jane den Trennungsblues. Nicht minder nimmt man ihr den Soldaten Wickham ab, der die Frauenwelt mit verwegenem Auftreten becirct. Ähnlich reizt Tanisha Meis den Kontrast aus: In einer Szene spielt sie den jungenhaft-sympathischen Charles Bingley, wenig später dessen versnobte Schwester. Dank überbordender Frisur und näselnder Stimmlage ist Meis kaum wiederzuerkennen. Mit selbstgefälligem Grinsen charakterisiert Anna Färber den Landpfarrer. Als Mary Bennet dagegen sorgt sie für ein starkes Finale. (Westdeutsche Zeitung)

Ein Ensemble in Höchstform

Wer hier eine klassische Kostümkomödie erwartet irrt: Isobel McArthurs Adaption verlegt den Stoff geschickt ins heute. Fünf Dienstmädchen übernehmen insgesamt 19 Rollen - rasant und mit viel Witz und toller Musik obendrein. Das  Ensemble liefert schauspielerisch wie gesanglich ab - eine Bank! Fünf Sterne auch für Noëlle-Magali Wörheide: Fulminant, wie sie die Kostümschlacht zusammen mit der für die Maske zuständige Michaela Döpper rund um das 'Wechselspiel' der 19 Rollen gewinnt. (...) Empfehlung: Karte kaufen! (Cronenberger Woche)

Ein Damen-Quintett rockt Jane Austen!

Ralf Budde ist es gelungen, mit geschickter Hand die durch die Vielfachbesetzung der äußerst spielfreudig agierenden fünf Damen zunächst verwirrenden Fäden so elegant zu ordnen, dass man die dramatis personae (...) bald alle zu erkennen lernt. Ebenso geschickt fügen sich die von Stefan Hüfner in einem vorgegebenen Rahmen ausgesuchten und passend arrangierten populären Songs in die Spielhandlung, von dem wunderbaren Quintett live und bezaubernd gesungen. Schon von Jane Austen als gesellschaftskritische Komödie geschrieben und als solche von Isobel McArthur musikalisch-dramatisch umgesetzt, bekommt das Stück durch Ralf Buddes Regie noch ein bisschen mehr satirischen Biss. Keine Minute der ca. 2 ½ Stunden langweilt und die Damen auf der Bühne agieren in konstantem Tempo und in Augenhöhe hinreißend miteinander. (...) Ohne Stolz und Vorurteil unbedingt zu empfehlen! (Musenblätter)