Premiere
13. Juni 2025

Dauer
94 Minuten + 20 Min. Pause

Altersempfehlung
ab 12 Jahren

Eine der berühmtesten Komödien von Moliere, witzig und aktuell bis zum heutigen Tag

Die Komödie "Der eingebildete Kranke" ab dem 13. Juni in der Borner Straße!

Der Komödien-Klassiker von Molière erstmals auf der Bühne des TiC-Theaters - in einer Inszenierung von Martin Petschan.

 halbes Jahrhundert nach William Shakespeare betritt in Frankreich das nächste Komödie-Genie der Weltliteratur die Bühne des Lebens: Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt als Molière. Mit zahlreichen Theater-Hits eroberte er sein Publikum in ganz Frankreich, einschließlich des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Seine letzte Stück wurde zugleich sein bekanntestes: „Der eingebildete Kranke“, der auch heute, rund 350 Jahre nach seiner Uraufführung, nicht von den Bühnen der Welt wegzudenken ist. Sein kluger Witz und seine messerscharfen Beobachtungen des menschlichen Charakters treffen bis heute den Nerv und den Humor des Publikums.

Argan ist todkrank - zumindest bildet er sich das mal wieder ein, denn Argan ist ein Hypochonder, wie er im Buche steht. Stets fühlt er sich sterbenskrank und ist besessen von Ärzten und deren Heilmitteln. Bei seinen Ärzten wiederum, die ihm für ihre Behandlungen teure Rezepte und Rechnungen ausstellen, ist er ein beliebter Patient. Um Geld zu sparen, kommt er auf eine Idee: Er will seine ältere Tochter Angélique mit dem angehenden Doktor Thomas verheiraten, einem ungehobelten jungen Mann. Angélique jedoch graust es bei dem Gedanken an eine Ehe mit Thomas, zumal sie in Cléante verliebt ist. Doch Argan bleibt unerbittlich und droht, dass Angélique ins Kloster müsse, falls sie nicht in die Heirat einwillige. Letzteres wiederum wäre ihrer Stiefmutter, Argans zweiter Frau Béline, nur allzu recht, da sie alles daran setzt, Argans Tochter von ihrem Erbe zu verdrängen und sich selbst in einem neuen Testament als Alleinerbin einsetzen zu lassen. Doch nicht nur die blitzgescheite Haushälterin Toinette, auch Argans Bruder Béralde wittert hinter dem scheinheiligen Gebaren eine durchtriebene Taktik ...

Der Autor Moliére, getauft am 15. Januar 1622 in Paris als Sohn eines königlichen Tapezierers und Kammerdieners unter dem bürgerlichen Namen Jean-Baptiste Poquelin, erhielt eine gute Bildung und studierte einige Zeit in Orléans Rechte und Philosophie. Zurück in Paris gehörte er 1643 zu den Gründern des „Illustre Théâtre“. 1658 bekam die Truppe eine Einladung zu einer Galavorstellung im Louvre vor dem Hofstaat und Ludwig XIV. Molière amüsierte den jungen Monarchen. Ab 1661 spielte Molière im Palais Royal, dessen Theatersaal für 1500 Personen Platz hatte, und wo er seine berühmtesten Werke uraufführte, darunter „Der Geizige“, „Der Menschenfeind“ und „Tartuffe“. Am 17. Februar 1673 verstarb Molière erschöpft und todkrank auf der Bühne in seiner letzten Rolle: als Argan in „Der eingebildete Kranke“. 

Das schreibt die Presse zu "Der eingebildete Kranke"

Westdeutsche Zeitung

Spielfreudige Darsteller, zündende Pointen, tolle Choreographien - 

 

"Der eingebildete Kranke" im TiC -Theater ist ein Ereignis... WZ

Cronenberger Woche

Das sind Leute wie wir; dieses Thema mitsamt seiner Tücken: Es betrifft uns alle!

 

(…) „In der neuen TiC-Komödie „Extrawurst“ bringt die geplante Anschaffung eines neuen Grills einen Tennisclub in gehörige Turbulenzen. „Grill-Wart“ Matthias (Sebastian Freund) schlägt per Powerpoint-Präsentation zur Auswahl auf - köstlich schon hier die Parodie auf Vereins - oder vielleicht besser: Schlaumeierei. Sehr ernsthafte Diagramme führen der staunenden Versammlung epochale Aspekte wie den „Wurstausstoß“ vor Augen. (Die „Grafiken“ hat Hannah Dickel knochentrocken-komisch gestaltet!) (...) Dann der folgenschwere Einwand von Clubmitglied Melanie (Christine De Bruyckere-Monti): „Ich finde, für Erol sollte es einen eigenen Grill geben.“ Und damit haben sie den „Salat“ - der übrigens unangerührt auf dem Büffet wartet, so oft auch Vereinschefin Ursula (Monika Owart) es vergeblich zu eröffnen sucht. (...) Extremist ist niemand auf der Bühne, alle sind gesprächsbereit – ganz „Mensch der Moderne“. Und über die witzigen Wortgefechte hinweg scheinen ungeahnte Ähnlichkeiten auf: Wenn Erol sich „Schweinedampf“ für sein Grillgut verbittet, wird klar: Wer nicht gläubig ist, für den klingen derlei Essensregeln ähnlich starr wie Matthias‘ „Wurstausstoß“ - im Grunde bürokratisch… (...) Dass Regisseur Martin Petschan sie zum Start zunächst im Publikum platziert, bietet nicht nur die nette Irritation, ob denn die „Plaudertaschen“ vorne wohl zum Stück gehöre… Es unterstützt auch die Identifikation, die sich im Stück bestätigt: Das sind Leute wie wir; dieses Thema mitsamt seiner Tücken: Es betrifft uns alle! (...) „Extrawurst“ unterhält wunderbar und leistet zugleich zu gewissen Debatten ganz unverkrampft einen Beitrag. Wie eine gute Wurst vom Rost: Mehrfach gedreht und gewendet, knackig auf den Punkt…!